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Abitur 2017: Hamburgs Abiturienten bewältigen erstes Abitur mit bundesweitem Aufgabenpool gut

Abschlussergebnisse Abitur 2017: Hamburgs Abiturienten bewältigen erstes Abitur mit bundesweitem Aufgabenpool gut Bildungssenator Ties Rabe hat die Ergebnisse der Abitur-Abfrage der Schulbehörde veröffentlicht. Danach haben 9.822 Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfungen an Hamburgs Gymnasien, Stadtteilschulen, Beruflichen Gymnasien, Berufsoberschulen und in der Erwachsenenbildung bestanden.
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Die Abiturdurchschnittsnote liegt in diesem Jahr bei 2,43 und ist damit - trotz zentraler Abiturprüfungen und Teilnahme am (erstmals) bundesweiten Abitur-Aufgabenpool - stabil. Senator Ties Rabe gratuliert den Abiturientinnen und Abiturienten herzlich: "Ich freue mich sehr darüber, dass Hamburgs Abiturienten das Abitur auch unter den neuen Rahmenbedingungen gut bewältigt haben. Denn um die Qualität des Hamburger Abiturs zu sichern und um die Noten vergleichbarer und gerechter zu machen, wurde seit 2014 in fast allen Schulfächern das erweiterte Zentralabitur eingeführt. Seit diesem Jahr entnimmt Hamburg darüber hinaus in Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik Aufgaben aus dem bundesweiten Abitur-Aufgabenpool des IQB."

Erstmals in der Geschichte des bundesdeutschen Abiturs konnten die Bundesländer in den schriftlichen Klausuren in Deutsch, Englisch, Französisch und Mathematik neue, bundesweit gleich schwere Aufgaben einsetzen. Die Aufgaben waren von Experten aller Bundesländer am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin entwickelt und von Wissenschaftlern auf einen angemessenen Schwierigkeitsgrad untersucht worden. Außerdem gelten einheitliche Bewertungsmaßstäbe. Ziel dieser von Schulsenator Rabe während seiner Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz 2012 initiierten Maßnahmen ist es, das Abitur schrittweise gerechter und besser zu machen.

Die Bundesländer konnten selbst entscheiden, wie viele der zentralen Aufgaben eingesetzt werden. Üblich ist eine Mischung von Bundes- und Landesaufgaben, insbesondere in den Sprachen, bei denen in den Bundesländern zurzeit noch unterschiedliche literarische Werke im Abitur thematisiert werden. Hamburg hat sehr weitgehend Bundesaufgaben eingesetzt, nach ersten Erkenntnissen deutlich mehr als die meisten anderen Bundesländer.

Um das Abitur gerechter zu gestalten, wurde bereits 2014 in Hamburg in fast allen Schulfächern das erweiterte Zentralabitur eingeführt. Seitdem müssen alle Stadtteilschulen und Gymnasien in 27 Fächern dieselben, zentral vorgegebenen Abituraufgaben im schriftlichen Abitur einsetzen. Das erweiterte Zentralabitur umfasst auch klar vorgegebene Bewertungsraster für die korrigierenden Lehrkräfte. Diese Maßnahmen sichern, dass das schriftliche Abitur an allen Hamburger Schulen gleich schwer ist.

Die Gesamtnote des Abiturs setzt sich zu einem Drittel aus den Noten der Abiturprüfungen (drei schriftliche und mindestens eine mündliche oder Präsentationsprüfung) und zu zwei Dritteln aus den in der zweijährigen Oberstufe erzielten Noten in den Unterrichtsfächern zusammen. Die Durchschnittsnote des gesamten Abiturs liegt in Hamburg seit Jahren relativ konstant zwischen den Noten 2,4 und 2,5.

Die Ergebnisse der vorläufigen Abitur-Abfrage im Detail:  

Die Abiturdurchschnittsnote beträgt für die staatlichen und nichtstaatlichen Schulen in Hamburg insgesamt 2,43 (Vorjahr 2,44).

Von den 9.822 Schülerinnen und Schülern, die zu den Abiturprüfungen angetreten sind, haben 9.311 Schülerinnen und Schüler die Abiturprüfungen bestanden. Davon waren 8.476 Schülerinnen und Schüler an staatlichen (91%) und 835 Schülerinnen und Schüler an nicht staatlichen Schulen (9%). 511 Schülerinnen und Schüler (5,5%) haben die Abiturprüfungen nicht bestanden (Vorjahr 4,7%).

Geschlechter: 4.913 Schülerinnen (52,7%) und 4.398 Schüler (47,2%) haben das Abitur bestanden. Der Anteil der männlichen Abiturienten hat sich im Vergleich zum Vorjahr (46,4%) damit etwas verbessert. Die Schülerinnen erreichten eine Durchschnittsnote von 2,37, die Schüler von 2,50.

Schulformen: 5.624 (60%) Schülerinnen und Schüler bestanden das Abitur an Gymnasien, 3.063 (33%) an Stadtteilschulen, 331 (4%) an Beruflichen Gymnasien und 290 (3%) an weiteren Schulen.

150 Schülerinnen und Schüler an 76 Schulen haben mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen (Vorjahr 137).  Die meisten 1,0er-Abiturienten an staatlichen Schulen gibt es in diesem Jahr am Johanneum/Winterhude, Gymnasium Bondenwald/Niendorf, Gymnasium Hochrad/Othmarschen, Gymnasium Oberalster/Sasel  und Gymnasium Ohmoor/Niendorf (je  4). 90 der 150 1,0er-Abiturienten sind weiblich, also rund 60%. 117 der 150 1,0er Abiture (78%) wurden an Gymnasien vergeben, weitere 23 an Stadtteilschulen, 5 an Beruflichen Gymnasien, 3 an Berufsoberschulen,  2 an einer Abendschule.

An den 7 Beruflichen Gymnasien haben 331 Schülerinnen und Schüler das Abitur bestanden, davon 5 mit der Traumnote 1,0: Berufliche Schule für Sozialpädagogik - Anna-Warburg-Schule (2), Berufliche Schule Am Lämmermarkt, Berufliche Schule für Anlagen- und Konstruktionstechnik am Inselpark und Berufliche Schule Hamburg-Harburg (je 1).

An den 6 Berufsoberschulen, also im Anschluss an eine berufliche Ausbildung, haben 109 Schülerinnen und Schüler das Abitur bestanden, davon 3 mit der Traumnote 1,0:  Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik Wagnerstraße (2), Berufliche Schule ITECH Elbinsel Wilhelmsburg (1).

Die durchschnittliche Abiturnote liegt in diesem Jahr an Stadtteilschulen bei 2,60 (Vorjahr 2,61), an Gymnasien bei 2,33 (Vorjahr 2,34) und an den Beruflichen Gymnasien 2,58 (Vorjahr 2,58).

Verteilung der Notendurchschnitte: 25% der Abiturienten haben einen Notenschnitt  zwischen 1,0 und 1,9 (Vorjahr 24%), 51% zwischen 2,0 und 2,9 (Vorjahr 50%) und 24% einen Schnitt von 3,0 und schlechter (Vorjahr 26%).

Die größte Anzahl von Abiturientinnen und Abiturienten gibt es in diesem Schuljahr am Gymnasium Ohmoor (Niendorf, 166) und am Gymnasium Grootmoor (Bramfeld, 144) für die Gymnasien sowie an der Goethe-Schule-Harburg (136) und der Julius-Leber-Schule (Niendorf, 136) für die Stadtteilschulen.

Die besten Abitur-Durchschnittsnoten an staatlichen Stadtteilschulen haben vergeben: Max-Brauer-Schule/Bahrenfeld (2,11), Stadtteilschule Blankenese (2,37), Julius-Leber-Schule/Schnelsen (2,39), Gretel-Bergmann-Schule/Bergedorf (2,40) und Stadtteilschule Bergedorf (2,42).

Die besten Abitur-Durchschnittsnoten an staatlichen Gymnasien haben vergeben: Gymnasium Buckhorn/Volksdorf (1,99), Gymnasium Oberalster/Sasel (2,02), Helene-Lange-Gymnasium/Eimbüttel (2,06), Gelehrtenschule des Johanneums/Winterhude (2,09) und Christianeum/Othmarschen (2,10).

Schulform

 

Zahl der Abiturientinnen

und Abiturienten

Durchschnittsnote

staatlich

nicht

staatlich

gesamt

staatlich

nicht staatlich

Gesamt

Gymnasien

5.152

472

5.624

2,34

2,21

2,33

Stadtteilschule

2.752

311

3.063

2,62

2,39

2,60

Doppelqualifizierender Bildungsgang

19

 

19

2,77

 

2,77

Abendgymnasium

83

52

135

2,48

2,31

2,42

Hansa-Kolleg

30

 

 

2,56

 

2,56

allgemeinbildende Schulen gesamt

8.036

835

8.871

2,44

2,28

2,42

 

Berufliche Gymnasien

331

-

331

2,58

-

2,58

Berufsoberschulen

109

-

109

2,30

 

2,38

Hamburger Schulen insgesamt

8.476

835

9.311

2,45

2,28

2,43

 


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