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Mehr als 700.000 Euro an Betroffene ausgezahlt

Stiftung Anerkennung und Hilfe Mehr als 700.000 Euro an Betroffene ausgezahlt 111 Hamburgerinnen und Hamburger haben bisher bei der "Bundesstiftung Anerkennung und Hilfe" Anträge auf finanzielle Anerkennung gestellt. 734.000 Euro wurden bereits ausgezahlt.
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Die Hamburger Anlauf- und Beratungsstelle ist auch für heute in Hamburg lebende Betroffene zuständig, die zwischen 1949 und 1990 in Einrichtungen der DDR lebten.

Seit dem 1. April 2017 können sich Betroffene, die als Kinder oder Jugendliche Leid und Unrecht in einer Einrichtung der Behindertenhilfe oder Psychiatrie erfahren haben und bis heute an den Folgewirkungen leiden, bei der Anlauf- und Beratungsstelle der Stiftung im Versorgungsamt Hamburg melden. Sie können eine Geldpauschale in Höhe von 9.000 Euro und gegebenenfalls eine einmalige Rentenersatzleistung von 3.000 oder 5.000 Euro erhalten.

"Das geschehene Unrecht ist damit selbstverständlich nicht wieder gutzumachen", betont Senatorin Melanie Leonhard. "Die Betroffenen erhalten aber eine Anerkennung für ihre schmerzvollen Erfahrungen. Es ist gut, dass die Hamburger Einrichtungen der Behindertenhilfe heute eng und vertrauensvoll untereinander und mit den Behörden zusammenarbeiten, so dass möglichst alle Betroffene zu ihrem Recht kommen."

Bis zum 31. Dezember 2019 nimmt die Stiftung Anträge auf Anerkennung und Hilfe der Betroffenen entgegen. Betroffene mit Hamburger Wohnsitz bzw. deren Angehörige, Vertrauens- und Betreuungspersonen können sich bis zum Meldeschluss an folgende Adresse wenden:

Hamburger Anlauf- und BeratungsstelleVersorgungsamt HamburgAdolph-Schönfelder-Straße 5, 22083 HamburgTel.: +49 40 42863-7229Fax: +49 40 4279-61316E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Offener Sprechtag: Mo 8-16 Uhr

Hintergrundinformationen

Die Stiftung Anerkennung und Hilfe wurde 2017 gemeinsam von Bund, Ländern, evangelischer und katholischer Kirche gegründet. Für die Anmeldungen wurden deutschlandweit Anlauf- und Beratungsstellen eingerichtet. Neben der Gewährung von Geldleistungen soll die Stiftung auch die wissenschaftliche Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse als Aufgabe haben.

Unter www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de sind weitere Informationen über die Stiftung und die Anerkennungsvoraussetzungen, unter anderem in leichter Sprache, zu erhalten.


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