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Hamburg fördert Weiterbildung von Landfrauen

Lebendige Metropole Hamburg fördert Weiterbildung von Landfrauen Hamburg ist eine lebendige Metropole. Die Verbindung von Stadt und ländlichem Raum macht einen besonderen Charme aus. Ein Drittel der Fläche Hamburgs ist geprägt durch land- und forstwirtschaftliche Nutzung.
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Jeder landwirtschaftliche Betrieb ist auch ein Wirtschaftsunternehmen. Es fallen Büromanagementaufgaben und andere administrative Arbeiten an. Wie diese zu bewältigen sind, können Landfrauen in Hamburg zukünftig in einer Weiterbildungsmaßnahme lernen. Sie werden ausgebildet zur Büroagrarfachfrau – kurz "Baff". Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation fördert die Maßnahme und kooperiert mit dem LandFrauenverband und der Landwirtschaftskammer. Der rund sechsmonatige Kurs hat heute mit 24 Teilnehmerinnen begonnen. Senator Frank Horch sagt: "Die Unterstützung der Weiterbildungsmaßnahme "Baff" trägt zur Verbesserung der Kenntnisse in den Bereichen Büroorganisation, rechtliche Grundlagen sowie Förderungs- und Verwaltungsanforderungen in der Agrarwirtschaft bei. Gleichzeitig sollen Frauen dadurch ermutigt werden, sich stärker in das Management der Betriebe einzubringen oder auch die Führung eines Betriebes anzustreben. Das Thema Gleichstellung in unterschiedlichen Bereichen des Lebens ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen, dem auch mit dieser Maßnahme Rechnung getragen wird."

Zur Information:Mehr als ein Drittel der Arbeitskräfte in der Hamburger Agrarwirtschaft ist weiblich. Aber die offizielle Betriebsleitung haben Frauen nur sehr selten inne, nur etwa 10 % der Höfe in Hamburg werden von Frauen geführt. Gleichzeitig gibt es in vielen Betrieben Probleme mit der Hofnachfolge. Viele Betriebe werden nicht weitergeführt, weil es keine Nachfolger oder Nachfolgerinnen gibt. Dieses Problem wird dadurch verstärkt, dass in Hamburg in 4 von 10 Betrieben die leitende Person älter als 55 Jahre alt ist. In den kommenden Jahren werden also zahlreiche Hofnachfolger - oder Hofnachfolgerinnen! - gesucht.

Ein Ziel des Agrarpolitischen Konzeptes 2020 des Hamburger Senats ist es, die Position von Frauen in Gartenbau und Landwirtschaft zu stärken (z.B. durch gezielte Weiterbildungsangebote). Dies entspricht auch den gleichstellungspolitischen Leitlinien des Senats. Vor diesem Hintergrund wurde von der BWVI eine Kooperation mit dem LandFrauenverband und der Landwirtschaftskammer initiiert, dessen Ziel es ist, spezielle Beratungs- und Weiterbildungsangebote für in der Agrarwirtschaft tätige Frauen zu entwickeln.  Zentrales Projekt ist dabei die Organisation und Durchführung der Fortbildungsreihe "Büroagrarfachfrau" (BAFF). Mit der von der Wirtschaftsbehörde geförderten BAFF- Fortbildung soll die Perspektive für Frauen in der Agrarwirtschaft verbessert- und gleichzeitig ein Beitrag zur Verbesserung der Hofnachfolgesituation geleistet werden.


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