HAMBURGsofort

Zur normalen Ansicht wechseln

Wie können Infektionskrankheiten besser therapiert werden?

Forschung unter einem Dach Wie können Infektionskrankheiten besser therapiert werden? Marktreife technologische Innovationen kommen nicht von selbst, sie sind das Ergebnis einer langen Innovationskette. Wichtig dabei ist, dass Forschungsergebnisse schnell den Weg in innovative Unternehmen finden – oder, besser noch: dass Wissenschaft und Unternehmen zu bestimmten Fragen gleich unter einem Dach forschen.
Anzeige
Der heutige Kick-Off der Hamburg Anti- Infectives-BRIDGE geht ebenfalls in diese Richtung. Denn auch im Bereich Gesundheit  und Life Science gilt: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit misst sich an der Innovationskraft von Unternehmen  und Forschungseinrichtungen und ihrer Fähigkeit, neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen erfolgreich am Weltmarkt zu positionieren. Senator Frank Horch sagt: "Entwicklungen müssen zur Marktreife gebracht werden, damit sie ihren vollen Nutzen für die Menschen entfalten können."

Die Herausforderung besteht darin, vielversprechende akademische Forschungsergebnisse so weiterzuentwickeln, dass sie in Firmengründungen, Lizensierungen, letztendlich in neue Produkte münden. Hamburg kann in der Infektionsforschung Spitzeneinrichtungen vorweisen: das neue Centre for Structural Systems Biology (CSSB) auf dem Campus in Bahrenfeld, das Universitätsklinikum, das ebenfalls dort angesiedelte Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für experimentelle Virologie und das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, die bedeutendste deutsche Einrichtung für die Erforschung tropentypischer Erkrankungen und neu auftretender Infektionskrankheiten. Das Fraunhofer-Institut IME forscht in den Bereichen Molekularbiologie und Angewandte Ökologie.

Evotec ist als wichtiger industrieller Partner dabei. Mit diesem Projekt soll ein neuartiger Ansatz gebaut und verstetigt werden, von dem am Ende alle profitieren können und innovative Therapie-Entwicklung vorangetrieben werden.

Hamburg hat frühzeitig auf Cluster gesetzt und mit dem sogenannten "Cross-Clustering" sozusagen die nächste Stufe gezündet. Das Projekt Hygiene, Infection & Health (HIHeal) ist ein bestes Beispiel dafür. Es hat das Ziel ein clusterübergreifendes Netzwerk in den Themengebieten Hygiene, Infection & Health entlang einer gemeinsamen Wertschöpfungskette zwischen den Clustern Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH und Life Science Nord Management GmbH zu etablieren. HIHeal vernetzt Akteure, darunter Unternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, Kliniken und Kostenträger am Standort Hamburg in diesem Bereich. Das Themenspektrum umfasst, neben neuen "emerging deseases" wie Ebola, EHEC und MERS, auch nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen) mit Herausforderungen wie Antibiotika-Resistenzen und Hygienemaßnahmen.

Information zur Hamburg Anti- Infectives-BRIDGE:Das Hamburger Biotech-Unternehmen Evotec will gemeinsam mit dem UKE, dem neuen Center for Structural Systems Biology (CSSB), dem Bernhard-Nocht-Institut (BNITM), dem Heinrich-Pette-Institut (HPI), der Universität Hamburg (Uni HH) und Life Science Nord Management GmbH (LSN) eine Translationsbrücke bauen welche eine schnelle Überführung wissenschaftliche Erkenntnisse in die Anwendung erlaubt. Thematisch soll sich diese BRIDGE auf den Bereich "Infektionskrankheiten" konzentrieren und damit die besonderen Hamburger Kompetenzen in den Mittelpunkt stellen


© Christian Hinkelmann 2014 - Alle Rechte vorbehalten

Top Desktop version